Evang. Kindertageseinrichtung Neipperg

 

Evang. Kindertageseinrichtung, Friedenstraße 11, 74336 Brackenheim - Neipperg             

Telefon: (0 71 35) 80 25

 

 

 

 

 

Konzeption 

 

 

 

  Stand März 2016

 

 

 

 

 

 

Ein herzliches Grüß Gott liebe Eltern,

 

Sie haben es sicherlich als großes Geschenk und Wunder erlebt, als Sie ihr Kind zum ersten Mal nach der Geburt in den Armen gehalten haben.

Gott vertraut uns unsere Kinder an. Sie sind Gaben aber auch Aufgaben.

In der Taufe sagt Gott jedem Menschen seine bedingungslose Liebe zu. Gott schaut gnädig und voller Vertrauen auf seine Menschenkinder. Die Antwort, die wir Gott geben können, ist unser Glaube. Er ist uns tief ins Herz gelegt. Wir können dieses zarte Glaubensblümlein hegen und pflegen und wir sollen es ernst nehmen.

  

Eltern, Paten und auch die Gemeinde versprechen am Taufstein, dass das Evangelium von Jesus Christus den Kinderherzen nahegebracht wird.

 Dieses Versprechen ist der eigentliche Grund, warum unserer Kirchengemeinde die Evangelische Kindertagesstätte wichtig ist.

 

Wir wollen zusammen mit den ErzieherInnen und Ihnen, liebe Eltern, das unsere dazu beitragen, dass Ihre Kinder

• im Vertrauen auf Gott

• zu Liebe und Respekt gegenüber ihren Mitmenschen und

• mit der Möglichkeit, das Beste aus ihrem Leben zu machen

 

erzogen werden.

 

Viele Kinder erleben im Kindergarten erste Gruppenkontakte, finden Freundschaften und lernen zum ersten Mal das Leben in einer größeren sozialen Gemeinschaft kennen. Für Kinder und Eltern ist es ein Ort der Begegnung.

Wir wünschen uns, dass Kinder, Eltern und MitarbeiterInnen sich in unserer Einrichtung wohl fühlen.

  

Ihr Pfarrer Carsten Waiß

 

 

 

 

Vorstellung

 

Träger

 

 

Evangelisches Pfarramt Haberschlacht- Neipperg

Eduard-Wörner-Str.7

74336 Brackenheim- Haberschlacht

Tel.: 07135/ 8229 

Fax.: 960393

E-mail: Pfarramt.Haberschlacht-Neipperg@elk-wue.de

 

Gesetzlicher Vertreter: Pfarrer Carsten Waiß

 

Die Evangelische Kirchengemeinde Neipperg ist Körperschaft des öffentlichen Rechts und Träger unserer Kindertageseinrichtung.

 

Für die Organisation in der Einrichtung ist die Leitung der Kindertagesstätte verantwortlich.

 

Grundsatzentscheidungen werden in Absprache mit der Stadt Brackenheim im Kirchengemeinderat Neipperg gefällt.

 

 

 

 

Vorstellung der Einrichtung

 

 

 a)    Stadtteil

 

 

Als Teilort mit ca. 570 Einwohnern gehört Neipperg zur Gemeinde Brackenheim.

Neipperg liegt in einem kleinen Tal. Es gibt im Ort eine Kirche mit Friedhof, eine alte Kelter, eine Gemeinde-/Sporthalle, unser Kinderhaus mit Grundschule, Hort und Kindertagesstätte und gastronomische Einrichtungen.

In Neipperg  gibt es keine Einkaufsmärkte.

 

Alle Kinder aus Neipperg sowie aus Brackenheim und den umliegenden Teilorten können unsere eingruppige Kindertagesstätte besuchen.

Mit einer Gruppenstärke bis zu 20 Kinder können wir hier eine ganz besondere Atmosphäre bieten.

 

Der Kindergarten wurde 1949 gegründet.

Nach dem Um-und Erweiterungsbau sind Grundschule und Kindergarten unter einem Dach und seit 2011 mit Hort. Dass sich diese drei Institutionen immer mehr vernetzen, ist uns sehr wichtig.

 

Diese Situation lässt alle Kinder, groß und klein, schon von Anfang an zusammenwachsen. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres September 2013 wurde der Kindergarten zur Kindertagesstätte.

 

 

 

b) Räumlichkeiten / Außengelände

 

 

1)      Gruppenraum / Küche / Esszimmer

 

2)      Kreativraum (Bauen, Malen, Basteln, Musizieren, …)

 

3)      Ruheraum

 

4)      Büro / Besprechungszimmer

 

5)      Sanitäre Einrichtungen

 

6)      Personal-WC

 

7)      Garderobe / Windfang

 

8)      Wickeln

 

9)      Putzraum

 

 

Unsere Räume sind so gestaltet und mit Materialien ausgestattet, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen jeder Altersgruppe gerecht werden.

 

 

Im Gruppenraum finden die Kinder einfache Materialien zur aktiven Erkundung mit allen Sinnen. Eine Puppenecke, die einer kleinen Wohnung ähnelt, bietet die Möglichkeit für Rollenspiele, Verkleidungsutensilien oder Handpuppen laden dazu ein in andere Rollen zu schlüpfen. Hier finden wir auch Platz für unseren „Morgenkreis“. Zusätzlich gibt es hier sowohl leichte als auch anspruchsvolle Puzzles. Das Miteinander wird hier bei Gesellschaftsspielen gepflegt.

Dieser Raum wird von uns als „Esszimmer“ genutzt. An einer großen Tafel, die bei Bedarf jeder Zeit erweitert werden kann, nehmen wir unsere Mahlzeiten wie z.B. gemeinsames Frühstück oder das Mittagessen ein.

 

Im Kreativraum können die Kinder in der Bauecke bauen und konstruieren. Steck- und Legematerialien sind vorhanden. Ebenfalls befindet sich in diesem Zimmer unser Maltisch, der mit Buntstiften, Schere, Kleber … zum Kreativsein einlädt.

 

In unserem „Ruheraum“ gibt es eine Kuschelecke, in die sich die Kinder zurückziehen können, um z.B. ein Buch anzuschauen, eine CD anzuhören oder auch nur um einfach mal Ruhe zu haben. Hier steht für jedes Ganztagskind ein eigenes „Bett“ zur Verfügung.

 

 

Grundsätzlich gilt:

 

-          jedes Kind kann Raum, Material, Spielpartner und Spieldauer frei wählen

-          manche Räume werden doppelt genutzt und können z.B. während der Ruhezeit nicht

           als Spielraum gewählt werden.

-          alle Kinder helfen beim Aufräumen mit

 

Das Außengelände wird bei uns täglich und bei jedem Wetter genutzt. Nach Absprache können Kinder auch alleine in den Garten. Auf die Einhaltung der besprochenen Regeln legen wir besonderen Wert. Unsere Spielgeräte laden zum Klettern, Rutschen und Schaukeln ein. Fahrzeuge und Naturmaterialien lassen neben dem Sandkasten unterschiedliche Körpererfahrungen zu. Viel Freude beim Spielen bieten die „Versteckmöglichkeiten“ in den Büschen.

 

 

c)     Team/ Personal

 

Unser Team:

 

- Kindergartenleitung / Gruppenleitung             100%

- eine Zweitkraft                                                       70%

- eine Zweitkraft                                                        60%

- zwei Zweitkräfte                                                      50%  

- ständige Vertretung                                              20%

- Aushilfen / PraktikantInnen / FSJ 

 

Die Verantwortung für den laufenden Betrieb der Kindertagesstätte liegt bei den MitarbeiterInnen, insbesondere der Leitung.

 

Die Leitung, die pädagogischen Fachkräfte der Gruppe, sowie die Praktikanten haben klar definierte Aufgabenbereiche und Kompetenzen.

 

Unser Erzieherspektrum mit den Schwerpunkten in den Bereichen Religions- und Kleinkindpädagogik, Musik und Rhythmik, Sport und Bewegung, Sprache und Rhetorik, Natur- und Waldpädagogik ermöglichen uns eine große Vielfalt zur Umsetzung unserer pädagogischen Ziele.

 

 

Leitung der Einrichtung

 

Die Leitung sorgt dafür, dass der pädagogische, personelle und organisatorische Ablauf der Einrichtung auf der Grundlage der Zielvorgaben des Trägers, der gesetzlichen Vorgaben sowie des Datenschutzes verantwortlich gesichert ist.

 

Aufgabenbereich

-         Verwaltungsaufgaben

-         Personalführung

-         Qualitätsentwicklung

-         Information der MitarbeiterInnen über alle wichtigen Vorgänge und Einbeziehung bei             

          wichtigen Entscheidungen

-         Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder und dem Elternbeirat

-         Kooperation mit Institutionen, Interessenvertretung in Gremien

-         Öffentlichkeitsarbeit

-         Pflegerische- und hauswirtschaftliche Aufgaben

-         Teilnahme an LeiterInnenkonferenzen

 

 

Pädagogische Fachkräfte / Zweitkraft

Unterstützung der Leitung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und Vertretung der Leitung bei Abwesenheit

 

Praktikanten

 

-         Unterstützung der Arbeit in der Gruppe

-         Durchführung gestellter Aufgaben der jeweiligen Schulen

 

 

Arbeitszeit

 

Die Arbeitszeit der pädagogischen Fachkräfte teilt sich in pädagogische Arbeit am Kind und in Verfügungszeit. Verfügungszeit dient zur Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit, für organisatorische Aufgaben, für Elternarbeit und für Dienst- bzw. Teambesprechungen. Die Wochenarbeitszeiten werden dokumentiert.

 

 

d) Zielgruppe

 

Unsere Einrichtung können Kinder vom vollendeten dritten Lebensjahr (Folgemonat nach dem dritten Geburtstag) bis zum Schuleintritt besuchen.

 

 

Öffnungszeiten

 

verlängerte Öffnungszeit       Mo. – Fr.  7:00 Uhr - 13:00 Uhr

 

Ganztagesbetreuung              Mo. – Fr.  7:00 Uhr - 17:00 Uhr

 

 

 

Einrichtungs- und Betriebsform

 

Für unsere Einrichtung gilt folgende Betriebserlaubnis:

 

Eine Ganztagesgruppe zeitgemischt mit verlängerter Öffnungszeit und/oder Halbtagsöffnungszeiten mit 22 bis höchstens 25 angemeldeten Kindern und maximal 10 Kindern in Ganztagsbetreuung. Bei mehr als 10 Kindern in Ganztagsbetreuung reduziert sich die Gruppenstärke auf höchstens 20 angemeldete Kinder.

 

Beitragssätze

 

Die Beiträge für die jeweilige Betreuungsform werden in der Regel durch die kommunalen Spitzenverbände, sowie durch die Dachverbände der kirchlichen Kindergartenträger ausgehandelt. Ausgangslage für die Erhebung der Elternbeiträge bleibt, dass landesweit weiterhin angestrebt wird, rund 20% der Betriebsausgaben durch Elternbeiträge zu decken.

 

Die aktuell gültigen Beitragssätze erfahren sie durch das Team.

 

 

Pädagogik

 

Rechte des Kindes

 

Kinderrechte innerhalb unseres Geltungsbereiches umzusetzen ist unsere Pflicht.

 

Die Kinderrechte haben wir aus der Sicht des Kindes in einen Brief an alle Erwachsenen umgewandelt.

 

 

Lieber Erwachsene!

 

Ich habe Rechte. Sie gelten auf der ganzen Welt, egal, welche Sprache ich spreche, welche Hautfarbe ich habe, egal ob ich ein Junge oder ein Mädchen bin, ob meine Eltern arm oder reich sind.

 

DU trägst die Verantwortung für mich!

 

Du sollst mich achten so wie ich bin, ich brauche Deine Liebe und Zuwendung. Ohne Verlässlichkeit und Vertrauen kann ich nicht leben. Alle Entscheidungen, die Du für mich triffst, sollen zu meinem Wohl sein.

 

Jedes Kind hat seinen individuellen Entwicklungsprozess und sein eigenes Tempo. Das solltest Du respektieren. Gib mir Gelegenheit, meinem Alter angemessene Entscheidungen zu treffen und vielfältige Erfahrungen zu machen. Wenn ich groß bin, will ich das schon können!

 

Gib mir Raum und Zeit, damit ich mich ausreichend bewegen oder ausruhen kann. Manchmal will ich alleine sein, manchmal brauche ich Freunde zum Spielen. Ganz oft brauche ich aber DICH – zum Kuscheln, Spielen, Trösten und liebhaben … Ich muss mich ausprobieren und Fehler machen können, brauche Platz zum Experimentieren und um Ideen zu entwickeln, zum lustig sein oder auch zum traurig sein.

 

Ganz wichtig sollte Dir sein, mich in meiner Selbstständigkeit zu fördern. Gib mir Dein Vertrauen und mute mir etwas zu. In jedem Alter bin ich in der Lage, Aufgaben zu übernehmen.

 

Ich habe Gefühle, ich kann wütend werden oder unendlich traurig sein – auch dafür brauche ich Deine Begleitung.

 

Zum Schluss habe ich noch eine Bitte an Dich:

 

Sei konsequent in Deinem Verhalten und halte auch Du Dich an die von uns gemeinsam aufgestellten Regeln, unsere getroffenen Absprachen. Denke daran, auch ich habe ein Recht auf Mitbestimmung. Verspreche nichts, was Du nicht halten kannst – denn nur so kann ich Dich respektieren und mich zu einem lebenstüchtigen Menschen entwickeln.

 
 

 

Elternarbeit

 

 

Elternbeirat

 

Der Elternbeirat gibt den Eltern die Möglichkeit der Mitbestimmung. Er wird jährlich neu gewählt und dient als Bindeglied zwischen Eltern, Kindergarten und Träger.

 

Der Elternbeirat vermittelt Anregungen und Wünsche seitens der Eltern an die Fachkräfte, die Kindergartenleitung oder den Träger. Er hat das Recht, bei wichtigen Entscheidungen vom Träger und der Leitung informiert und gehört zu werden.

 

Nähere Informationen über die Bildung und Aufgaben des Elternbeirates sind im Aufnahmeheft zu finden.

 

 

Info–Wände

 

Aktuelle Informationen werden auf verschiedenen Info-Wänden präsentiert. Gruppenbezogene und Kindergartenrelevante Infos stehen auf der Tafel in der Garderobe. Der Elternbeirat informiert auf einer eigenen Pinnwand im Eingangsbereich der Schule. An unserer Eingangstür werden hochaktuelle Informationen wie Infektionskrankheiten positioniert.

 

Elternpost / Elternbrief

 

Damit alle wichtigen Informationen sie erreichen haben wir unsere Elternpost eingerichtet. Jede Familie hat ihr eigenes Postfach, bitte denken sie daran dieses regelmäßig zu leeren. Im Elternbrief werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Entwicklungen veröffentlicht. Der Elternbrief enthält auch immer die Terminplanung für die kommenden Monate.

 

 

Elterngespräche

 

In unserer Einrichtung werden verschiedene Formen von Elterngesprächen (Aufnahme-, Eingewöhnungs- und Entwicklungsgespräche) angeboten. Sie dienen dem Austausch über aktuelle Situationen Ihres Kindes und seiner Entwicklung. Außerdem können gegenseitige Erwartungen angesprochen und Zielvorstellungen vereinbart werden.

 

Bei der Terminabsprache wird versucht, nach Absprache mit dem/ der BezugserzieherIn, eine Teilnahme beider Elternteile zu ermöglichen.

 

Die Teilnahme weiterer Personen (z.B. anderer Familienmitglieder oder eines Dolmetschers) wird im Vorfeld besprochen.

 

Wir fertigen bei allen Gesprächen ein Protokoll an, das stichwortartig die Themen und Vereinbarungen des Gespräches festhält. Die Eltern erhalten auf Wunsch eine Kopie.

 

Für die Elterngespräche wurden von uns standardisierte Fragebögen für Eltern und ErzieherInnen entwickelt, die zur Vorbereitung und Unterstützung der Gespräche dienen sollen.

 

Zusätzlich zu den oben genannten Gesprächsangeboten sind wir offen für Informations-, Beratungs- und Konfliktgespräche, die auf Wunsch der Eltern stattfinden können.

 

Tür- und Angelgespräche dienen dem Austausch von kurzen und wichtigen Informationen und dürfen den Tagesablauf nicht stören.

 

 

Elternveranstaltungen

  

-         Angebote, die dem Kennenlernen und der Gemeinschaft dienen

-         Informationsveranstaltungen für Eltern zum Zweck z.B. von Prävention / Beistand in  

          Erziehungsfragen / Vorstellung der aktuellen Arbeit.

-         Eltern – Kind – Aktionen

-         Elternabende

 

 

Zusammenarbeit

 

 

Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf“

 

                                                                                            (Afrikanisches Sprichwort)

 

 

 

Im Team

 

Einen wesentlichen Aspekt in unserem Erzieheralltag stellt die Teamarbeit dar. Sie dient der Aufgabenerfüllung und dem Erreichen definierter Ziele.

 

Die Zusammenarbeit der MitarbeiterInnen wirkt sich auf die Qualität der pädagogischen Arbeit und auf die Atmosphäre im täglichen Zusammensein mit den Kindern und Eltern aus.

 

Wir schätzen an unserem Team die Vielfalt an Kompetenzen, Begabungen und Interessen sowie die verschiedenen Charaktere. Die ehrliche und respektvolle Kommunikation dient als Grundlage der Gesprächsführung innerhalb unseres Teams. Entscheidungen werden demokratisch getroffen. Für uns sind gegenseitige Hilfe und Unterstützung selbstverständlich. Mit Konflikten gehen wir konstruktiv um und nutzen sie als Chance für Veränderungen.

 

In regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen finden

-         pädagogische und organisatorische Planung

-         Informations- und fachlicher Austausch

-         Reflexion und Austausch

statt.

 

Alle Teamsitzungen werden protokolliert. Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen werden als effektive Arbeitsweise angewandt.

 

Neue MitarbeiterInnen werden im Team offen aufgenommen und bei der Einarbeitung unterstützt.

 

Praktikanten/innen

-         im Unter- oder Oberkurs der Fachschule

-         im Rahmen des Berufkollegs

-         in Form von sozialen Praktika

-         oder zur Berufsorientierung

sind bei uns willkommen.

 

 

Mit der Grundschule

 

Ein wichtiger Bestandteil der gesamten Kindergartenzeit ist die ganzheitliche Förderung der Kinder zur Vorbereitung auf die Schule. Im letzten Kindergartenjahr werden erlangte Fähigkeiten vertieft und die Anforderungen an das einzelne Kind erhöht. Spezifisch gefördert werden

-         Fein- und Grobmotorik

-         Merkfähigkeit und Konzentration

-         Wahrnehmung

-         Sprache

-         Erfassen von Mengen

-         Gezieltes und selbstständiges Arbeiten

-         Verantwortungsübernahme

-         Umsetzung von Arbeitsanweisungen

  

 

Der gesetzliche Auftrag beinhaltet, die Kinder beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu begleiten. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Grundschule Neipperg unter Einbeziehung der Eltern.

 

Der Jahresplan beinhaltet

-         Planungsgespräche zu Beginn des Kindergartenjahres

-         Elterninformationsnachmittag bzw.  – abend

-         Regelmäßige Besuche der Kooperationslehrerin

-         Teilnahme an Schulveranstaltungen

-         Planung und Durchführung gemeinsamer Projekte

-         Unterrichtsbesuch

-         Würzburger Trainingsprogramm

-         Bei Bedarf gemeinsame Elterngespräche

 

Bedingt durch die räumlichen Begebenheiten – Kindergarten, Grundschule und Hort befinden sich im selben Gebäude – stehen beide Institutionen im ständigen Austausch und Kontakt.

 

Ergänzend zur Kooperation führen wir das Wunderfitz–Trainingsprogramm für Vorschulkinder durch.

Dabei erfährt das Kind auf spielerische Weise eine ganzheitliche Förderung in der

-         emotionalen Kompetenz

-         sozialen Kompetenz

-         Kreativität

-         Grob- und Feinmotorik

 

 

Mit anderen Kindergärten

  

-         Austausch in der gemeinsamen LeiterInnenkonferenz des KB Brackenheim

-         Gemeinsame Fortbildungen

-         Bei Auf- bzw. Übernahme eines Kindes

-         Aushelfen von Spielmaterialien, Büchern, Fachliteratur …

 

 

 

Mit anderen Institutionen

 

Unsere Kindertagesstätte ist verpflichtet im Auftrag des Kinderschutzes nach §8a SGB VIII bedarfsorientiert mit anderen öffentlichen Institutionen wie z.B. der Grundschule, dem Gesundheitsamt, der Frühförderstelle, Ärzten und dem Jugendamt zusammenzuarbeiten. Unsere Kindertagesstätte ist eine öffentliche, soziale Einrichtung und nimmt am Leben der Gemeinde Brackenheim teil. Wir pflegen Kontakte mit anderen Kindergärten der Gesamtstadt, der Bücherei, Feuerwehr und Vereinen. Als Kindertageseinrichtung, die durch die Evang. Kirchengemeinde getragen wird, nehmen wir selbstverständlich auch an Gottesdiensten wie z.B. Erntedank teil.

In gemeinsamer Arbeit wird eine gute Voraussetzung für die Entwicklung der Kinder geschaffen.

Die Vielfalt und Notwendigkeit der Kontakte zu Anderen zeigt uns, dass unsere Einrichtung ein Ort der Begegnung und ein Teil des Gemeindewesens ist.

 

 

Öffentlichkeitsarbeit

 

Wir sehen uns als Teil des Gemeindewesens und wecken mit unserer Öffentlichkeitsarbeit das Interesse an der Arbeit unserer Einrichtung. Die Ziele und Inhalte unserer pädagogischen Arbeit sollen nicht nur für die Eltern der Einrichtung, sondern auch für alle Interessierten transparent sein.

Die Öffentlichkeitsarbeit umfasst für uns folgende Bereiche

-         Schriftliche pädagogische Konzeption

-         Darstellung von Projekten, z.B. Aktionen, Feste und Feiern im Amts- und

          Mitteilungsblatt der Stadt Brackenheim oder der Tageszeitung

-         Beteiligung an Veranstaltungen der Gemeinde oder Vereine z.B die Teilnahme an

          Gottesdiensten oder an der Kelterweihnacht

 

 

Qualitätsentwicklung & Qualitätssicherung

 

Qualitätsmanagement ist eine Selbstverständlichkeit in unserer Kindertagesstätte. Ein Hinweis dafür ist die Vorlage dieser Konzeption, die den momentanen Stand in unserer Einrichtung beschreibt. Ziel unserer Qualitätsentwicklung ist es, ein optimales Angebot im Bereich der Kinderbetreuung anzubieten. Die bestehenden fachlich-pädagogischen Erfordernisse, die Anforderungen von Kindern, Eltern, Träger und MitarbeiterInnen, unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, haben zur Einführung verschiedener Standards geführt.

 

 

 Aufnahme und Eingewöhnung

 

Mit der Zeit in der Einrichtung beginnt für die Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern und ErzieherInnen gemeinsam dazu beitragen, dem Kind einen guten Start zu ermöglichen.

 

Unsere Standards dazu sind

 

 -         ein Aufnahmegespräch, bei dem möglichst viele nützliche Informationen zum Kind und

           der Einrichtungen ausgetauscht werden sollen

-         Schnupperbesuch(e)

-         Die Gestaltung einer individuell auf das Kind ausgerichteten Eingewöhnungszeit in

          Anlehnung an das Berliner Modell

-         Ca. nach 3-6 Monaten der Eingewöhnung findet ein erstes Gespräch statt, indem sich

          Anlehnung an das Berliner Modell Anlehnung an das Berliner Modell

 

 
 

 Beobachtung und Dokumentation

 

Das Beobachten jedes einzelnen Kindes und die Dokumentation seiner Entwicklungsverläufe und Bildungsprozesse bilden zum einen die Grundlage für das jährliche Entwicklungsgespräch mit den Eltern und zum anderen den Ausgangspunkt für die Planung und Umsetzung der pädagogischen Arbeit, um das Kind optimal zu fördern.

 

Hierbei wird „präventiv“ sehr genau hingeschaut, ob sich jedes Kind gut entwickelt, damit gegebenenfalls Eltern frühzeitig unterstützende Maßnahmen durchführen können.

 

 

Unsere Standards dazu sind

 

-         Beobachtungen finden regelmäßig statt

-         Die Bildungsprozesse und –themen der Kinder erarbeiten wir mit Hilfe dieser

          Beobachtungen durch den regelmäßigen Austausch im Team

-         Der Entwicklungsstand des Kindes wird jährlich zeitnah zum Geburtstag durch den

          Kleingartacher Beobachtungsbogen erfasst

-         Für jedes Kind wird ein Portfolio erstellt, in dem Entwicklungs- und Bildungsbiographie

          dokumentiert ist

 

 

 

Entwicklungsgespräche

 

Ein regelmäßiger Austausch über das Kind unterstützt sowohl die pädagogische Arbeit in der Kindertagesstätte als auch zu Hause und kommt in erster Linie dem Kind zugute.

 

 

Unsere Standards dazu sind

 

-         Wir bieten jährlich mindestens ein Entwicklungsgespräch an

-         Die Beobachtungen von ErzieherInnen und Eltern bilden die Grundlage für das

          Gespräch

-         Die Eltern erhalten zur Vorbereitung einen standardisierten Fragebogen

 

 

Datenschutz

 

Der Träger unserer Einrichtung sorgt dafür, dass alle Personen, die Zugang zu vertraulichen Daten haben, auf das Datengeheimnis verpflichtet werden.

 

Damit die Kinder in ihrem Persönlichkeitsrecht nicht eingeschränkt werden, gibt es für alle Vorgänge, die dem Datenschutz unterliegen, so genannte Einwilligungserklärungen von Seiten der Personensorgeberechtigten.

 

 

Unsere Standards dazu sind

 

-         Aufnahmevertrag

          Einwilligung zu Beobachtung und Dokumentation

-         Umgang mit Fotos

-         Einwilligung zur Kooperation mit der Grundschule

-         Schweigepflichtenthebung

 

Siehe: Merkblatt über den Datenschutz in evangelischen und katholischen Kindertageseinrichtungen

 

 

Personalauswahl & -entwicklung

 

Die Qualifikation und das Engagement jedes einzelnen Teammitgliedes und eine konstruktive Zusammenarbeit sind ausschlaggebend für die Gesamtleistung im Team. Deshalb achten wir bereits bei der Auswahl unserer Teammitglieder auf Eigenschaften wie Reflexionsbereitschaft, Kritikfähigkeit, Teamfähigkeit und persönliches Profil.

Fortbildung stärkt die Professionalität. Der Träger unterstützt die MitarbeiterInnen bei der Weiterqualifizierung durch das Ermöglichen von Fortbildungstagen und die entsprechenden finanziellen Mittel. Fachliteratur steht zur Verfügung und kann auch gerne in anderen Kindertageseinrichtungen der Stadt Brackenheim ausgeliehen werden.

Die Planung und Gestaltung von Prozessen, der effiziente Einsatz von Ressourcen und eine klare Aufgaben- und Verantwortungsübertragung hilft die Entwicklung voranzubringen. Dokumentationen z.B. in Form von Protokollen sind für uns selbstverständlich.

 

 

Hygiene und Sicherheit

 

Der Träger sowie alle MitarbeiterInnen achten auf die Einhaltung der Sicherheits- und Hygienebestimmungen. Wir richten uns dabei an die gesetzliche Vorgabe der Trägerverbände, des Gesundheitsamtes und der Unfallkasse.

 

 Unsere Standards dazu sind

 

-         Belehrung des Personals nach Infektionsschutzgesetz (Krankheiten und Lebensmittel)

-         Hygiene- und Wickelpläne

-         Reinigungsplan

-         Begehung durch Sicherheitsbeauftragte

-         Erst-Helfer Schulungen

 

 

Beschwerdeweg

 

Bei Unstimmigkeiten zwischen Eltern und ErzieherInnen möchten wir zunächst den direkten Weg der Problemlösung beschreiten. Wir bieten den Eltern an, in ruhiger, ungestörter und geschützter Atmosphäre Unklarheiten, Fragen oder auch Verärgerungen zu benennen und zu besprechen. Können oder möchten Eltern oder ErzieherInnen die Unklarheit nicht in dieser Konstellation klären, besteht die Möglichkeit, die Einrichtungsleitung oder den Träger hinzuzuziehen.

 

Ansprechpartner ist auch immer der Elternbeirat, welcher moderierend zur Seite steht.

 

Über alle Gespräche werden schriftliche Protokolle angefertigt, welche den Beteiligten in Kopie ausgehändigt werden. Dies sorgt für Transparenz und Wertschätzung.

 

 
 

Kindeswohl

 

 

a) Verfahren beim Verdacht einer Kindeswohlgefährdung

 

Den pädagogischen Fachkräften sind die gesetzlichen Bestimmungen bekannt und sie achten auf deren Einhaltung. Wir halten ständig Kontakt zu den Familien und haben Einblick in die Lebenssituation jedes einzelnen Kindes.

 

Fehlentwicklungen werden angesprochen und den Eltern geeignete Beratungsangebote vorgeschlagen, die beim Erkennen und Lösen von Problemen helfen können. Die enge Zusammenarbeit mit den Familien gewährleistet ein niederschwelliges und schnelles Handeln zum Wohl des Kindes.

 

Erster Verdacht (ungutes Bauchgefühl)

Information an die Kindergartenleitung, Fallbesprechung im Team

 

Beobachtungen und Gespräche

Unter Nutzung der internen Dokumentationsformen (Beobachtungsbogen – Lippstädter Verfahren, Teamprotokoll, Verlaufsprotokoll)

 

Auswertung im Team

 

Erhärtet sich das Verdachtsmoment oder ist die Bewertung unklar

muss eine Fachkraft hinzugezogen werden. Der Träger wird informiert.

 

Bei Gefahr im Verzug ist sofort das Jugendamt zu verständigen

KEIN ALLEINGANG

 

 

b) Umgang mit Krankheiten

 

Dass Kinder fit und gesund sind, muss ein gemeinsames Ziel der Familien und pädagogischen Fachkräfte sein.

 

Um die Kinder zu schützen und die Arbeitsfähigkeit der Eltern und MitarbeiterInnen unserer Einrichtung zu erhalten, sollten alle gemeinsam und rechtzeitig Ansteckungen verhindern. Deshalb ist es im Interesse aller Betroffenen wichtig, sich auf Regeln* zu verständigen und für deren Einhaltung zu sorgen.

 

 

Schlusswort

 

An dieser Stelle sei allen Mitwirkenden und Mitdenkenden gedankt, welche sich in vielen Stunden Gedanken über die Basis und die Praxis ihrer pädagogischen Arbeit gemacht haben. Vieles wurde diskutiert – angedacht und doch wieder verworfen oder aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

 

Wir freuen uns, dass unsere Konzeption fürs erste vollendet ist. Die Zeit wird es mit sich bringen, dass wir uns immer wieder erneut an die Arbeit machen und weiterdenken, diskutieren, abwägen, lesen und uns mit Anderen austauschen.

 

 

 

Motivation entsteht ausschließlich aus der Verzahnung von positiven Erlebnissen und positiven Ergebnissen“

 

                                                                   (Rousseau)