Projektwoche im Kinderhaus Neipperg

Wald- und Naturtage


Gemeinsam hatten die drei Institutionen Ev. Kindertagestätte, Grundschule und Hort das Thema festgelegt und Einrichtungsübergreifend geplant. Vom 11. bis 13. Mai 2015 ging es dann in den Wald und über den Eichhörnchenweg einmal um fast ganz Neipperg herum. Alle Kinder und Erzieher/-innen sowie Lehrerinnen erlebten drei Tage voller Kreativität, Spannung, Teamgeist und Abenteuer. Die Projekttage starteten für die Schüler und Schülerinnen mit einer Waldschule, in der sie zum Beispiel lernten, wie man das Alter eines Baumes bestimmt und viel Wissenswertes über die Lebensgewohnheiten der heimischen Tiere hörten. Das Erlernte konnte beim Wandern mit dem Förster Stefan Krautzberger und entlang der Schautafeln des „Eichhörnchenwegs“ weiter vertieft werden. Die Altersspanne der Kinder von knapp unter drei Jahren bis zu zehn Jahren war an diesen Naturtagen zu berücksichtigen. So wanderten die Kindergartenkinder früher los, um dann gleichzeitig mit den Schulkindern am Waldplatz anzugelangen. Schüler und Schülerinnen nahmen Kindergartenkinder beim Aufschließen der Gruppen an die Hand und gingen gemeinsam das letzte Stück des Weges. Beim Schnitzen zeigten die älteren Kinder den Jüngeren, was zu beachten ist. Neben Tipi bauen und schnitzen, stand eine Kreativwerkstatt, in der mit Naturmaterialien gebastelt werden konnte, zur Verfügung. Einige Kinder kletterten und hangelten sich durch eine Schlucht zu einem versteckten, schwer zugänglichen Wasserfall. Ebenfalls konnte man über umgefallene Baumstämme balancieren oder sich am regen Tauschhandel mit Naturmaterialien beteiligen. Bei einem Blindparcours war Mut und ein gutes Körpergefühl gefragt. „Brennnesseln kann man essen?“ und „die schmecken gar nicht so schlecht!“, waren Aussagen von Kindern bei der Führung in Kleingruppen mit der Kräuterpädagogin Bärbel Manthey. Tiere wurden ebenfalls entdeckt, in Becherlupen bestaunt und beobachtet wie zum Beispiel ein Feuersalamander, eine Blindschleiche, Waldmäuse oder Kröten. Viele Vögel wurden gesehen oder wie der Kuckuck auch nur gehört. Zum Abschluss der Waldwoche wurde gemeinsam gegrillt sowie Stockbrot gebacken. Ein Schwerpunkt im zweijährigen Rhythmus der einrichtungsübergreifenden Projektwoche ist es, das die Kinder sich kennen- und schätzen lernen. Theodor Heuss sagte einmal: „Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter verbirgt sich eine Welt der Märchen und Wunder.“ Wir im Kinderhaus Neipperg konnten diesem Gedanken folgen und einiges davon spüren.

 

 

Seite 14 9. Oktober 2015 Brackenheim

Ferienbetreuung in den Sommerferien


In den ersten zwei Wochen der Sommerferien haben sich die Kinder mit Ausflügen, Aktionen und Wissenswertem rund um das Thema Wasser beschäftigt. Wir verkosteten „verschiedene“ Wasser- und Sprudelsorten.Wie schmeckt unser Leitungswasser und woher kommt es? „Aus der Leitung natürlich“, ist eine plausible Antwort eines Kindes. Im Hochbehälter in Dürrenzimmern erhielten wir Einblicke in unsere Wasserversorgung und lernten, dass Wasser ein kostbares Gut ist, das in manchen Gegenden der Welt nicht selbstverständlich zur Verfügung steht. Im oder mit Wasser zu spielen ist für alle Kinder ein großes Vergnügen. Dabei kann es nicht nass genugzugehen.Ob im Freibad in Bönnigheim oder mit Wasserspritzpistolen auf dem Schulhof, manchmal bleibt einfach keiner trocken. Mit dem neuen Löschfahrzeug besuchte uns die Feuerwehr Neipperg.Uns wurde vermittelt, wie man sich bei einem Brand verhalten muss und gezeigt, wie löschen funktionieren kann. Jedes Kind durfte selbst Hand anlegen. Mancher war so begeistert, dass er direkt über einem Eintritt in die Jugendfeuerwehr nachdachte. Drei Tage der Ferienbetreuung verbrachten wir in einer Unterkunft oberhalb von Hohenhaslach mitten in den Weinbergen. Wir spielten im nahen Wald, wanderten und besuchten die Landesgartenschau in Mühlacker. Bei Aufgaben, die nur als Einheit gelöst und bewältigt werden konnten, wuchs die Gruppe zusammen und auch über sich hinaus.Neben Kreativangeboten wurde viel am Feuer geschnitzt. Für manche Kinder war es die erste Übernachtung ohne Eltern, aber sicher nicht die letzte. Nach der zweiwöchigen Schließzeit befassten wir uns mit unserer eigenen Kultur und tauchten anschließend in andere Kulturen ein. Jedes Kind konnte zunächst einen „kleinen“ Stammbaum von sich auf malen. Neben dem Essen auf dem Kelterfest in Neipperg haben wir häufig länderspezifisch selbst gekocht. Wir hatten das große Glück,Menschenin den Hort einladen zu dürfen, die viel Zeit in den jeweiligen Ländern verbracht haben. Es wurde uns ermöglicht, eine Moschee zu besuchen. Dort konnten wir vieles über den Islam erfahren. Der letzte Höhepunkt war der Besuch im Freizeitpark Tripsdrill. Für viele Kinder ist es in ihrer Zeit im Hort Neipperg ein bleibendes Erlebnis,dasie mit ihren vielen Freunden und Weggefährten die Fahrgeschäfte und Attraktionen erleben konnten. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Menschen bedanken, welche uns dieses Programm ermöglicht haben, indem sie uns Einblicke in ihre Welt gaben. Sie ließen uns an ihren Erfahrungen und ihrem Wissensschatz teilhaben.

Herzlichen Dank an Herr Wagner-Keiner, Herr Deyle, Herr Funovics, Herr Kenngott, das Schleusenteam Horkheim, Herr Sonkol, Frau Lehmann,Frau Brahner und Fau Melchert.